Die Sache Christi

Die Kraft der SACHE CHRISTI

Von der Winzigkeit des Samens und der Größe dessen, was daraus wird, redet Jesus in Mat. 13,31+32:

Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. Dieses ist zwar von allen Samenkörnern das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Das Wunder der Kraft der SACHE CHRISTI ist mit dem Glauben verbunden.

Es ist nicht ein riesengroßer Glaube nötig, sondern nur ein kleiner, aber dieser muss aushalten, muss sich immer wieder aus Schwachheit und Feigheit, vielleicht sogar aus Untreue, aufrichten. Dann ist er des Sieges gewiss, dann ist Unmögliches ihm möglich. Nur eines ist nötig: dass die Sache aus Gott ist und die Mittel aus Gott. (L. Ragaz)

John Milton sagt es in "Paradies lost"mit diesen Worten:

John Milton

Durch Gutes
Das Böse zu besiegen und durch kleine Dinge
Großes zu verrichten – durch das scheinbar Schwache
Das Weltlich-Starke zu zerstören
und das Weltlich-Weise
Durch schlichte Güte

Von der Durchdringungskraft der SACHE CHRISTI redet Jesus in Mat. 13,33:

Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Friedrich Nietzsche sagt es so:

Friedrich Nietzsche

Nicht um die Erfinder von neuem Lärm, um die Erfinder von neuen Werten dreht sich die Welt; unhörbar dreht sie sich ... Die stillen Worte sind es, die den Sturm bringen. Gedanken, die auf Taubenfüßen kommen, bewegen die Welt.

Von der Wachstumskraft der SACHE CHRISTI redet Jesus in Mark. 4, 26-29:

Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Nur recht säen und dann, wenn die Stunde dafür da ist, recht ernten. Nicht zu viel machen wollen. 'Von selbst wächst die Saat'. Nach Gottes Ordnung und Gesetz. Als Wunder. (L. Ragaz)

Die Moral von der Geschicht'

  1. Besonders gilt es, auf die Anfänge zu achten: sie sollen rein gehalten werden.
  2. Weil die Welt freilich die Welt nicht ändern kann, muss das, was die Welt ändert, anders sein.