Die Sache Christi

Das Wort vom Himmelreich

(auch Reich Gottes genannt)

Diese Wort geht als Botschaft der Gerechtigkeit in die Völkerwelt ein zur Zeit des Römischen Imperiums.

Sie ist die Botschaft von dem Einen Gott, dem lebendigen und heiligen, der wesenhaft ganz anders ist als die Welt und der die Welt auf seine Gerechtigkeit hin erschaffen hat, die er sowohl erlöst als auch richtet.

Diese Botschaft trifft auf eine Vielheit von Göttern, die allesamt keine Absolutheit innehaben.

Deshalb stürzen all die ruhende Götter in einer ruhenden Weltordnung, einer zwar feststehenden, aber dennoch ungerechten.

Die Umgestaltung der Welt hin zur Gerechtigkeit steht nicht in ihrer Macht, weil sie der Welt nicht ungleich sind, was sie aber sein müssten, um etwas zu bewirken, das anders ist als die Welt.

Dennoch wird ihnen gedient in einer religiösen Form durch eine kultische Verehrung des Bestehenden und Ruhenden. Vor dem Einen, lebendigen und heiligen Gott mit all seinem Recht gibt es aber kein Recht des Bestehenden und Ruhenden, dafür aber die Verheißung und Forderung der Umgestaltung der Welt hin zu einer Welt, in der Gerechtigkeit wohnt.

Im Evangelium vom Reich Gottes (oder Himmelreich) kommt es zur Zerschlagung des Fatums, dem Wesenskern einer feststehenden Weltordnung. Das schlägt eine große Bresche in die Festung der Götter dieser Welt. Das Reich Gottes dringt in die Welt ein und gegen das jeweils bestehende Weltreich voran bis zur totalen Veränderung.

Mat. 13, 33: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Aber hütet Euch!

So lautet die Warnung Jesu an seine Nachfolger. (Mat. 16, 6+11-12) Denn nicht nur dringt das Reich Gottes in und gegen die Reiche dieser Welt vor, sondern auch diese wollen das Reich Gottes durchdringen – und vergiften. Dann kommt es zur Ver-Welt-lichung der SACHE CHRISTI.

Dann aber kehren auch die Götter des Heidentums wieder auf die Weltbühne zurück, wie wir im 20. Jahrhundert Zeugen sein mussten: Im Faschismus die Vergottung des Cäsars (Führers) und im Nationalsozialismus die Göttlichkeit von "Blut und Boden".