Die Sache Christi

Ausgangspunkt ...

... ist die Ausrufung des Reiches Gottes (auch Himmelreich genannt) durch Johannes den Täufers und Jesus von Nazareth, verbunden mit der Aufforderung zur Umsinnung, Umdenkung, Umkehrung, Umwälzung, Umsturz ... (man könnte auch sagen: Revolution der bestehenden Welt durch Gott).

Das Reich Gottes ist unmittelbar und untrennbar mit der Gerechtigkeit des Reiches Gottes verbunden.

Dies ist nichts Geringeres als das Recht Gottes an seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen sowie die Rechte, die Gott seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen eingestiftet hat.

Dies wiederum ist Gottes heiliger, gerechter, richtender und gnädiger Wille, der in seinen Verheißungen und Forderungen zum Ausdruck kommt.

Die Ausrufung und Verkündigung des Reiches Gottes richtet sich im Besonderen an die Armen, die Zu-kurz-Gekommenen, die Geächteten, die Unterdrückten, die Schwachen, die Kranken, die Gefangenen und die, die – zum Teil auch ohne es zu wissen – nach Gott und seiner Gerechtigkeit hungern und dürsten. (siehe z.B. Luk. 4, 18+19 und Luk. 6, 2-26)

Die Ausrufung und Verkündigung des Reiches Gottes beinhaltet einen Umsturz der Welt, der das, was oben ist, nach unten bringt und das, was unten ist, nach oben. (siehe Luk.1, 51-53: Er tut Mächtiges mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens. Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen. Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort.)

Der SACHE CHRISTI geht es nicht um die Errichtung einer neuen Religion, sondern um die Revolution (= Umwälzung) der Welt hin zu einer neuen Welt, "in der Gerechtigkeit wohnt" (2. Pet. 3, 13)

Jesus hat das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit (Mat. 6, 33) nicht als etwas Kommendes angekündet, sondern er hat es ausgerufen als etwas Nahes, etwas Herbei-Gekommenes (siehe Mark. 1, 15): Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Mit Jesus, dem Messias, ist das Reich Gottes herbei gekommen und anwesend (siehe Luk. 17, 20+21): Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man wird nicht sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Das Reich Gottes tritt auf in Jesus, dem Messias,

  1. in der Überwindung von Schuld und Sünde durch Vergebung (Mat. 9, 2)
  2. in der Überwindung wirtschaftlicher Not (die Speisung der Fünftausend, Mat. 14, 13ff)
  3. in der Überwindung von Kranheit und Tod (Luk. 7, 1-17)
  4. im Sieg über Dämonen (Mat, 12, 28) und den 'Fürst dieser Welt' (Luk. 10, 17+18)

Die Apostel führen dieses Offenbar-Werden des Reiches Gottes in der Kraft des Heilgen Geistes fort

An zentraler Stelle jedoch steht die Auferstehung Jesu Christi, welche der Anfang des endgültigen Sieges über den letzten Feind ist. (siehe 1. Kor. 15, 21-26: Weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.)